DIE REPUBLIKANER – Bergstraße

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Presse: Republikaner lehnen Zusammenschluss mit Odenwaldkreis ab – schlecht durchdachter Wahlkampfgag des Landrats

Donnerstag 10. März 2011 von Redaktion

Die von Landrat Matthias Wilkes ( CDU ) erhobene Forderung nach einer Fusion des Kreises Bergstraße und des Odenwaldkreises stößt bei den Republikanern auf Ablehnung. Die von ihm gesehenen Vorteile seien fraglich, negative Auswirkungen würden völlig übergangen.

Damit gäbe es endgültig keine Bürgernähe mehr“, so der Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Kreistag Haymo Hoch. Er verwies darauf, dass es zwischen den beiden Kreisen weder eine Eisenbahnverbindung gebe noch eine einzige gut ausgebaute Straße. Es sei nicht nachvollziehbar, wie z.B. Bürger aus Höchst im Odenwald mit zumutbarem Aufwand zu einem Landratsamt in Heppenheim gelangen sollten. Eine größere Gemeinde als Standort für ein neues, zentrales und gut erreichbares Landratsamt gebe es nicht; außerdem wäre ein Neubau mit immensen Kosten verbunden. Würden aber in den beiden bisherigen Kreisen Außenstellen erhalten, so sei nicht ersichtlich, wie die von Wilkes versprochenen Personaleinsparungen erreicht werden könnten. Letztlich wolle sein Vorschlag nur davon ablenken, dass er sich entgegen den ständigen Forderungen der Republikaner nicht genug um Einsparungen in der bestehenden Verwaltung gekümmert habe.

Hoch verwies darauf, dass es auch ohne Fusion in den Bereichen, in denen es sinnvoll sei, eine Vielzahl von Möglichkeiten einer Zusammenarbeit gebe, etwa durch die Bildung von Zweckverbänden.

Im übrigen dürfe der Kreiszuschnitt nicht allein unter finanziellen und technokratischen Gesichtspunkten gesehen werden. Zwischen dem Kreis Bergstraße und dem Odenwaldkreis gebe es kaum historische Verbindungen. Letzterer sei aus der seit dem Mittelalter bestehenden Grafschaft Erbach hervorgegangen und sei damit einer der wenigen hessischen Kreise mit ungebrochener Tradition. Dies solle man respektieren, zumal angesichts der sehr unterschiedlichen Einwohnerzahl eine Fusion in Wirklichkeit eine Einverleibung des Odenwaldkreises in den Kreis Bergstraße darstellen würde.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 10. März 2011 um 20:43 und abgelegt unter Pressemitteilungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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