DIE REPUBLIKANER – Bergstraße

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Unsere Antwort auf die beantragte Energiewende

Dienstag 20. September 2011 von Fraktion

Was Sie beantragen, führt uns im wahrsten Sinn des Wortes auf einen Holzweg. Das hatten wir doch schon einmal! Bis vor rund 300 Jahren verbrauchte die Menschheit weltweit nur regenerative Energien. Dann entdeckte man Braun- und Steinkohle, viel später Erdöl und Gas und noch viel später Atomkraft. Und ausgerechnet das Land der Forscher und Entdecker, auch in diesen Disziplinen, macht jetzt sozusagen die Rolle zurück in die Steinzeit.

Bis jetzt waren wir in der Energieversorgung auf einer Autobahn unterwegs, in die Gegenrichtung führt leider nur ein Feldweg. Umso bestürzter sind wir, dass dies für Deutschland so wichtige Thema der richtigen Energieversorgung anscheinend so gut wie keinerlei politischen Auseinandersetzung mehr bedarf -fast alles ist reine Harmonie. Es herrscht die Meinung: Die Kernenergie ist vom Teufel und wir machen es mit Wind, Photovoltaik und Biomasse. Das einzig lohnende Geschäft mit der Wasserkraft wird nicht einmal angedacht.

Dabei sind die Risiken im Hinblick auf Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klima-Schutz völlig ungeklärt. Reines Wunschdenken – nicht Augenmaß bestimmen diese Wende. Aber, die Energieversorgung wird sehr wohl wieder ein politisches Thema, wenn die ersten Engpässe auftreten. Heute schon ist abzusehen, dass der Strompreis spürbar steigen wird, wenn die Subventionen durch die Kernenergie wegfallen.

Bei den großen Energieversorgern ist jetzt schon eine massive Kapitalvernichtung eingetreten. Viele Tausend Arbeitsplätze sind bedroht und werden auch wegfallen. Hinzu kommt, dass ihr strompolitischer Salto mortale einen riesigen Investitionsaufwand hervorruft. Das alles zu bezahlbaren Strompreisen? – diese Rechnung kann nie aufgehen!

Darüber hinaus steht für die Christliche Union ein neues Problem an. Um die Lücke zu füllen, die durch den Verzicht auf die Kernenergie klafft, braucht man eine ganze Reihe von Kohle- und Gaskraftwerken. Und sollten sie hoffen, dass ihre neuen Freunde die bislang gegen das Atom demonstriert haben, nun endlich damit aufhören, werden sie mit Sicherheit enttäuscht. Die haben nämlich viel Zeit und die wenden sich jetzt gegen Kohle-und Gas, denn die entsprechen ebenfalls ihrem alternativen Feindbild.

Das ihre Vorsitzende, von der man jetzt weiß, dass sie ohne Kompass unterwegs ist, bereits jetzt schwört, keinen Atomstrom im Ausland zu kaufen, zeigt schon ein gewisses Unbehagen. Das dürfte steigen, wenn man sich bewusst macht, dass die geplante Umwelt-Großtat, das Elektro-Auto einzuführen, einen Strombedarf verursachen würde, für dessen Deckung 30 Kernkraftwerke nötig wären.

Einen Teil ihres Antrages und einen Großteil seiner Begründung lehnen wir ab, zumal die ersten Opfer der Energiewende, nämlich die Gemeinde Biblis und Nachbargemeinden, sowie viele von deren Bürger, in ihrem Antrag nicht berücksichtigt werden.

Wie am 16. Mai 2011 werden wir Republikaner auch heute gegen die Energiewende in die Vergangenheit Stimmen!

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 20. September 2011 um 15:15 und abgelegt unter Aus dem Kreistag, Pressemitteilungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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